Lesson 2: Flexibilität

Nach dem Studium bekam ich meine erste Anstellung bei Verasoft. Unter anderem entwickelte Verasoft Software für die Vermessung.

Veratop war ein Programm zur Verwaltung von Netzwerken und deren Berechnung mit L-Top eine Berechnungssoftware der Landestopografie.

Ich durfte Veratop warten und weiterentwickeln.

Veratop wurde auch an der Fachhochschule eingesetzt und dort entstanden die meisten Anforderungen.

Natürlich musste ein Budget für die Entwicklungen gesprochen werden. So hatten wir Halbjahres-Projekte umzusetzen. Wir denn selbstverständlich auch Visionen und eine grobe Roadmap. Wir begannen aber gar nicht erst, das ganze halbe Jahr im Detail zu planen. Allen Beteiligten war klar, dass dies unnötiger Overhead war und uns viel zu sehr einschränken würde. Eine Fachhochschule spielt an vorderster Front bezüglich Innovation und neuen Ideen. Hier wollte niemand ein halbes Jahr auf neue Features warten. Uns war bewusst, dass eventuell ein neues Instrument, das gerade getestet wird, neuen Output liefern konnte. Dieser sollte dann so schnell wie möglich auch in Veratop importiert und weiterverarbeitet werden können. Oder andere Umstände traten ein, auf die wir schnellst möglich reagieren mussten. 

Ohne dass wir damals von Agile, Scrum oder Kanban gehört hatten, priorisierten wir unsere Anforderungen, setzten Feature für Feature um und rollten diese zu den Studenten aus. Wir waren stets bereit Änderungen aufzunehmen und veraltete Ideen fallen zu lassen.

Für einen innovativen Kunden, der flexibel sein möchte und seiner Rolle als Vorreiter gerecht werden muss, war dies der einzig mögliche Weg erfolgreich ein Produkt zu entwickeln. 

Dass ich in regem Kontakt zu Dozenten, Assistenten und Studenten stand und laufend mit Ihnen kommunizierte um Anforderungen zu klären und Feedback einzuholen, muss hoffentlich nicht explizit erwähnt werden und sei hiermit dennoch getan 😉

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