Mitarbeiterzufriedenheit

Das Wirtschaftsmagazin ECO hat es in der Sendung vom 25. April 2016 wieder einmal deutlich gezeigt.
Viele Schweizer sind mit und bei ihrer Arbeit unzufrieden.
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Grösster Zufriedenheitsfaktor sind die Kollegen, die Vorgesetzten tauchen auf der Liste gar nicht auf!

 

Aber an woran liegt es, dass «Chefs» – wie Reto Lipp sie nennt – nicht mehr für die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter tun?

 

Ignoranz?
Ist denn den Arbeitgebern die Zufriedenheit der Arbeitnehmer wirklich egal?
Sehen sie nicht, dass zufriedene Mitarbeiter auch motivierte Mitarbeiter sind, dass motivierte Mitarbeiter kreativer sind und genauer und besser arbeiten?
Denken sie wirklich, Mitarbeiter seien Maschinen denen man immer noch mehr Arbeit aufladen kann, die 24/7 erreichbar sein müssen und die unter all dem Druck noch konstante Resultate liefern müssen und können?
Denken sie, dass Mitarbeiter beliebig ersetzbare Ressourcen sind, und es sich nicht lohnt in weniger Fluktuation zu investieren?

 

Das grosse Thema am WEF in Davos war dieses Jahr die 4. Industrielle Revolution. Wir wissen also, dass immer mehr einfache Arbeiten durch Maschinen übernommen werden. Und dass der Mensch für kreative Arbeiten, bei denen unkonventionelles Denken wichtig ist, eingesetzt wird.
Dieses unkonventionelle Denken und die Kreativität hängen sehr stark mit Zufriedenheit und Motivation zusammen. Es ist also höchste Zeit, dass wir uns um die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter kümmern. Ganz abgesehen davon, dass dies eigentlich schon aus sozialen und ethischen Gesichtspunkten ein Muss sein sollte.

 

Falsche Priorität?
Oder ist die Motivation sehr wohl ein Traktandum, muss aber immer hinter dem Tagesgeschäft anstehen?
Richard Branson sagt:

“If you look after your staff, they’ll look after your customers.”

Also: Wenn Du dich gut um Deine Angestellten kümmerst, kümmern sie sich gut um Deine Kunden.
Weil mehr Mitarbeiter mehr erreichen können als ein CEO, sollte es die wichtigste Aufgabe des CEO sein, diese Mitarbeiter zu motivieren, damit sie ihre beste Arbeit machen wollen und können.

 

Ich behaupte, den Arbeitgebern ist die Zufriedenheit und die Motivation der Mitarbeitenden schon sehr wichtig und sie tun auch ihr Möglichstes. Dies ist aber eben leider nicht gerade einfach.

 

Soziale Netzwerke, also die Mitarbeiter eines Unternehmens oder ein Team, sind komplexe Systeme. Solche komplexen Systeme kann man nicht mit linearen Regeln erklären und verstehen, geschweige denn steuern. Es gibt also kein Wundermittel zur Motivation von Mitarbeitern. Es gibt jedoch Methoden, sich dem Thema empirisch zu nähern und Wege um die Motivation zu gewährleisten. Das Geheimnis besteht darin, so eine Kultur der Wertschätzung und des gegenseitigen Respektes zu schaffen.
 
Zugegeben, das ist mehr als einen guten Lohn oder hohe Boni zu bezahlen – diese Dinge motivieren schlussendlich gar nicht! Aber wir sollten die Herausforderung annehmen und uns mehr um unsere Mitarbeitenden kümmern.

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